Was wir nicht tun


Kennen Sie Seneca?

In seinen Briefen an Lucillus über Ethik war der alte Stoiker nach seinem Rückzug aus der Politik sehr klar:

Kinderspiele sind es, die wir da spielen. An überflüssigen Problemen stumpft sich die Schärfe und Feinheit des Denkens ab; derlei Erörterungen helfen uns ja nicht, richtig zu leben, sondern allenfalls, gelehrt zu reden.

Auch wenn dieses Zitat etwa zwei tausend Jahre alt ist, könnte es heute nicht aktueller sein: den Fokus aufs Wesentliche richten, um das Ziel zu erreichen. Natürlich helfen methodisches Hintergrundwissen und praktische Templates. Jedoch macht beispielsweise ein erprobtes Framework zum Thema “Enterprise Architektur” noch lange kein erfolgreiches Unternehmen.

Wir können umfangreiche Theorien wälzen, uns über die eine oder andere Methodik auslassen – wenn wir keine umsetzbaren Schritte gehen, um erwünschte Wirkungen in absehbarer Zeit zu erreichen, haben wir als Team nichts gewonnen. Oder, um noch einmal Seneca zu bemühen:

Wie an der unmäßigen Sucht nach allem anderen, so leiden wir an einer unmäßigen Sucht auch nach Gelehrsamkeit: Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.

Es kann also nicht um “l’art pour l’art” gehen, sondern darum, Ziele zu erreichen. Wir werden nicht dogmatisch der einen oder anderen (Projekt-) Methode folgen, um der Methodik genüge zu tun. Wir stützen unsere Arbeit aber sehr wohl auf erprobte Frameworks und Methoden – die Kunst liegt im gekonnten Tailoring, um mit Kompetenz und Nachdruck das Richtige auch richtig zu tun.